Zuerst einmal fragt man sich natürlich, was einen Indianerstamm mit dem alten beeindruckenden und mystischen Bauwerk im Süden Englands zusammenbringt. Dem IT-affinen und regelmäßigen Leser, ist es aber zuzutrauen, das Wort Apache noch mit etwas anderem zu verbinden. Richtig, ich meine die, uns allen lieb gewordene, Apache Software Foundation (ASF). Diese Gemeinschaft versorgt uns schon seit ca. 10 Jahren mit innovativen Open Source Produkten und Projekten. Und hier kommt jetzt Stonehenge ins Spiel. Wer 1 + 1 zusammenzählt, kann sich jetzt schon denken, dass es sich bei Apache Stonehenge um ein relativ neues Projekt der ASF handelt.
Und um was für eins? Nach dem einige, immer lauter werdende Stimmen, behauten die Finanz- und Wirtschaftskrise, die leider ja auch nicht die IT-Unternehmen verschont, hätte SOA den letzten Todesstoß versetzt, geht die ASF scheinbar einen ganz anderen Weg. Das Apache Stonehenge Projekt wurde initiiert um die Interoperabilität von SOA-Anwendungen durch Open Source zu verbessern. Die Idee des Projekts ist es, viele Beispielapplikationen zu entwickeln und zur Verfügung zu stellen, die eine SOA nach den standardisierten Prinzipien von W3C und OASIS umsetzen.
Laut der Projektwebsite werden mit dem Projekt und anhand der Beispielanwendungen folgende Ziele verfolgt:
- Die Entwicklung von “Best Practices” für interoperable Anwendung die über standardisierte Protokolle kommunizieren,
- die Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Plattformen zu erläutern und zu veranschaulichen,
- das Anbieten von Beispiel-Coding auf die SOA-Entwickler zurückgreifen können,
- das Auffinden von Interoperabilitätsproblemen uns Schwachstellen und die Unterstützung bei der Lösungsfindung
- und das aufbauen von Erfahrungen und Vertrauen bei der Entwicklung beim Einsatz “Cross-Platform”-Ansätzen mit SOA-Technologien.
Bisher lief das “Stonehenge”-Projekt der ASF weitgehend unbeachtet. Doch jetzt wird die Sache langsam interessant, denn unser aller liebster in Redmond ansässiger “Open Source
Software”-Hersteller Microsoft hat jetzt bestätigt, dass er sich an dem Projekt beteiligt und Code zur Verfügung stellt. Dabei handelt es sich erstmal um eine von Microsoft entwickelte Software namens StockTrader 2.0, welche unter Verwendung von WebService-Standards demonstriert wie ein SOA-Anwendungsszenario aussehen kann.
Da mittlerweile alle großen Softwarehersteller auf dem SOA-Markt mitmischen ist eine Beteiligung von weiteren Unternehmen nicht auszuschließen und ob diese Unternehmen es sich leisten können SOA einfach so zu Grabe zu tragen bleibt abzuwarten…
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