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Websites vergleichen - Webanalysekennzahlen für die Reichweite

Es liegt in der Natur des Menschen sich mit Anderen messen zu wollen. Was liegt also näher sich auch im Webbereich mit anderen zu messen und dabei im Optimalfall zu brillieren. Die besten Vergleiche erreicht man wohl, wenn man sich auf eine bestimmte Metrik einigt (was schon ein Riesenschritt ist) und dann viele Leute dazu überredet ihre Zahlen in dieser Metrik zu veröffentlichen. Ja nach Wahl der Metrik kann man dann doch relativ genaue Aussagen treffen. Häufig lassen sich diese Metriken aber auch relativ einfach manipulieren, z.B. will ich nicht die ganzen Musikproduzenten auf einen Haufen sehen, die schön in den Plattenladen gingen und die entsprechenden CDs kauften um in den Charts zu steigen.

In den jungen Jahren waren Hits die Online-Metrik Nummer 1. Ein Hit war so ziemlich jeder Serverrequest. Eine HTML-Seite hier, ein Bildchen dort und so läpperten sich schnell schöne Zahlen zusammen, hatte man weniger Traffic pflanzte man sich einfach noch das ein oder andere Bildchen auf die Seite und perfekt waren die schönen Summen die jeder hören wollte.

Nachdem der Euro die DM ablöste, lösten auch die Pageimpressions (PI) die Hits ab. Bei den Pageimpressions wurde primär festgelegt, dass nur noch die Hits zählen die einer realen Webseite entsprechen, also nicht mehr jedes animierte .gif-File wurde berücksichtigt sondern primär HTML-Seiten. Seit gut 2 Jahren befinden wir uns nun wieder in eine kleinen „Hits Falle” die wir hauptsächlich der Ajax-Technologie zu verdanken haben. Wie zähle ich nun, wenn ein Teil der Seite neu geladen wird? Ist dies eine neue Pageimpression, ist es keine? Wirklich klar definiert ist es eigentlich nirgends, die Definitionen gehen in die Richtung: „Wenn sich ein wesentlicher Teil der Seite ändert?” „Wesentlich” lässt die Augen vieler reichweitenfanatischer Personen leuchten und es wird einfach mal jede kleine Aktion als neue PI gemessen. Andere Seiten messen dagegen extrem konservativ und kommen so nie an die gigantischen PI Ungeheuer ran.

Wie kann man den Erfolg eine Seite denn nun am ehesten bewerten? Nicht ganz einfach diese Frage: Es kommt doch sehr auf die einzelnen Seitentypen an. Ein StudiVz braucht einfach eine unglaublich hohe PI-Anzahl um überhaupt Umsatz durch Werbung erzielen zu können (wenn dieser auch extrem schlecht performed). Bei E-Commerce-Seiten zählt unter dem Strich nur der Umsatz und Gewinn, alle anderen Kennzahlen liefern primär Indizien für Verbesserungspotentiale.

Als Reichweitenkennzahl ist momentan die Kennzahl der Besucher wohl am seriösesten, wobei auch diese keinen wirklichen Einblick in den Erfolg einer Website gibt. Man kann aber mit Besuchern momentan einfach weniger „schön reden” wie bspw. mit Pageimpressions.

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