Skip to content

Categories:

Need a Problem?

In der Schweiz ist die Welt noch in Ordnung. Jedenfalls scheinen die Leute dort, nicht mal im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise genügend Probleme zu haben…

Den genau in diesem kleinem, wunderschönen Flecken Erde kamen drei Berner Unternehmer auf die Idee, die Website needaproblem.com ins Leben zu rufen. Nachdem Martin Koncilja den Film “The Game” mit Michael Douglas gesehen hatte, kam ihm die Idee, Probleme im Internet zum Kauf anzubieten. Kurzerhand gründete der Marketingspezialist zusammem mit zwei Partnern die Firma Need a Production und brachte das Projekt zum laufen.

Auf dem Portal werden Probleme in fünf verschiedenen Kategorien zu unterschiedlichen Preisen angeboten:
Ein sehr triviales Problem kostet ein Franken (ca. 0,70 Euro), ein einfaches fünf, ein normales 50, ein schwieriges 500 und ein fast unlösbares Problem ist für 5000 Franken erhältlich. Ein einfaches Problemchen lässt sich schon in sehr kurzer Zeit lösen, bei einem normalen Problem kann schon mal ein ganzer Abend drauf gehen und ein richtig teures Problem wird, nach Angaben der Gründer, das Leben des Problemlösers verändern und es kann schon sein, dass man zur Lösung um den halben Erdball fliegen muss.

Das Projekt ist recht frisch gestartet, aber die Idee finde ich schon sehr originell. Schon am ersten “Online”-Tag der Website wurden 15 Probleme verkauft. Ob das verkaufen von Problemen ein einträgliches Geschäft sein wird, hängt natürlich auch stark vom Umsatz und den Kosten ab. Wenn es der einzige Aufwand ist, ein paar E-Mails mit Problemen zu verschicken, verdient man natürlich relativ schnell Geld. Spannend wäre es natürlich, die ganze Sache ein bisschen weiter zu treiben. Angeblich ist es so, dass überdurchschnittlich viele Frauen mit höherem Bildungsabschluss Probleme kaufen. Dies bedeutet, es gibt eine ganz klare und spezielle Zielgruppe unter den Problemkäufern. Dies könnten die Betreiber natürlich auch nutzen, um mit Unternehmen, die Produkte und Services, in dem Zielgruppen-Bereich anbieten Kooperationen einzugehen. Vorstellbar wäre es, dass die Probleme mit einem gewissen Grad an “Product-Placement” verbunden werden und der Problemlöser automatisch Produkte kennenlernt die zu seiner Zielgruppe passen…
Ein weiterer Schritt wäre es, Problemkäufer mit Problemkäufer zu verbinden. Durch Profile könnte man Probleme stärker individualisieren und evtl. auch Problemlöser-Teams bilden und eine ganze Problemlöser-Community etablieren. Man könnte auch themenbezogene Wettbewerbe starten, vielleicht sogar in speziellen Forschungsbereichen in denen besonderes Fachwissen gefragt ist. Solche Problemlösungswettbewerbe wären sehr spannend, bei denen einzelne Problemlöser oder auch Teams gegeneinander antreten und der bzw. die Gewinner sahnt einen Preis ab…
Man sieht also, wenn man die Sache richtig angeht, steckt in einer kleinen “Schnaps”-Idee einiges an Potenzial.

Eine nette Geste der Gründer ist, dass 1% der Einnahmen an eine soziale Einrichtung gespendet wird. Allerdings würde ich sagen, dass in anbetracht der Kosten, die Spende ruhig etwas höher ausfallen könnte.

Posted in Allgemein. Tagged with , , , , , , .

0 Responses

Stay in touch with the conversation, subscribe to the RSS feed for comments on this post.

Some HTML is OK

(required)

(required, but never shared)

or, reply to this post via trackback.