Der Run auf das iPhone hält nach wie vor an, immer mehr Anwendungen sprießen aus dem Boden und nutzen die Möglichkeiten der iPhone-Technologie. Um den hippen Sprung auf den Apfelzug zu schaffen gibt es prinzipiell zwei verschiedene Wege für Unternehmen:
- Das Unternehmen entwickelt eine eigene Applikation und stellt diese im iTunes Store zur Verfügung.
- Das Unternehmen entwickelt eine eigene Webapplikation fürs iPhone.
Beide Wege haben ein paar Vor- und Nachteile die wir uns im Weiteren kurz anschauen wollen. Der Vorteil der Applikation ist sicherlich, dass man damit relativ leicht ein paar Moneten verdienen kann, häufig findet man im iTunes Store Applikationen die in einer eingeschränkten Version zunächst kostenlos unters Volk gebracht werden um den Usern Lust auf mehr zu machen. Für weitere Funktionen wird der User dann zur Kasse gebeten und ein paar Euros landen in der Tasche des Unternehmens. Das Ganze funktioniert an sich ganz gut. Hat man erst einmal eine halbwegs gute Applikation findet diese sich relativ schnell in der Bestenliste wieder und die Nutzerbasis steigt exponentiell an.
Auch eine individuelle Entwicklung, also Version Nr. 2, bietet reichhaltige Möglichkeiten, als die relativ triviale Layoutanpassung einer mobilen Website-Version für die hübschen Appleprodukte. Ein schönes Beispiel ist die recht schlichte Anwendung der New York Times. An sich ist die ganze Geschichte nichts anderes als ein Newsreader der sich übers Internet die neuesten Artikel der Zeitung zieht. Dieses Vorgehen bzw. diese Anwendung wäre auch ohne Probleme in einer iPhone Website-Version zu bewerkstelligen gewesen, wäre da nicht ein kleiner aber feiner Unterschied. Der große Mehrwert der NY Times Anwendung ist, dass die Artikel gecached werden und man so die Möglichkeit hat die Artikel auch in der Offline Welt zu lesen.
Die größte Schwierigkeit dürfte es wohl sein eine Anwendung initial bekannt zu machen. Kann man bei der Website-Version über Device-Erkennung einfach auf das iPhone Angebot weiterleiten, so muss sich der User bei einer Applikation zunächst bewusst für eine Installation entscheiden. Ist dieser Schritt getan, liegen die Vorteile klar bei der Applikation, nutzt der User bspw. eine Anwendung regelmäßig, kann man doch relativ schnell Lock-In Effekte erzielen und den User in eine gewisse Abhängigkeitssituation bringen.
Nicht ganz zu vernachlässigen sind die lieben Kosten. Die Anpassung einer Website ans iPhone bedarf primär Änderungen im CSS und JS Bereich. Für eine kleinere Website sollten die Anpassungen relativ schnell von statten gehen. Wesentlich komplexer und teurer ist die Programmierung einer Applikation. Aktuell gibt es nur wenige Entwickler mit fundierten Kenntnissen in der Apple-Entwicklung und daher ist der Preis nicht ganz ohne.
Egal für welchen Weg man sich entscheidet, man kann sich durch eine frühre Einführung von speziellen Produkten aktuell noch in der „innovativen” Applesonne bräunen…
Und wer nun gleich loslegen will, hier lang: Link
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