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Es ist raus: JavaFX

Heute wurde von Sun das langerwartete JavaFX 1.0 veröffentlicht. JavaFX ist eine Rich-Internet-Technologie die auf Java aufbaut. JavaFX wurde speziell zur Erstellung von Rich-Internet-Applications (RIAs) entwickelt.

Da es im Zuge des Web 2.0 und der SaaS-ifzierung des Marktes einen immer höheren Bedarf an browserbasierten Anwendungen gibt, bittet JavaFX die Möglichkeit vorhandene Java-Anwendungen grafisch aufzuwerten und browserbasierte Oberflächen zuerstellen. Im Kern besteht JavaFX 1.0 aus 3 Komponenten:

  • JavaFX Development Environment,
  • beinhaltet Compiler, Runtime, Webservices, Rich Text Bibliotheken zusammen mit NetBeans IDE 6.5 als Entwicklungsumgebung. Glücklicherweise wird aber auch ein Eclipse Plug-in mitgeliefert.

  • JavaFX Production Suite,
  • ist ein Set von Tools und Plug-ins. Interessante Funktionalitäten gibt es z. B. im Bereich der Grafiken können aus Adobe Illustartor und Photoshop direkt für JavaFX exportiert werden. Außerdem soll diese Komponente sogar Funktionalitäten zu einer einfacheren Kommunikation mit Designern, zum Austausch von Media-Assets, bieten.

  • JavaFX Desktop,
  • ist vergleichbar mit der klassischen Java SE 6 und ein neues Java Plug-in welches dem Nutzer die Möglichkeit bietet Applets die im Browser laufen per Drag and Drop auf ihren Desktop zu ziehen und dort als klassische Java-Anwendung zu nutzen.

Interessant ist auch die neue Scriptsprache für JavaFX. Sie entspricht in grossen Teilen JavaScript bietet aber direkte Unterstützung bei der Einbindung und Erstellung von Animationen. Bisher gibt es JavaFX für Windows mit Java SE 1.6 Update 10 und Mac OS X mit Java SE 1.6 Update 5. Später soll es aber auch noch Versionen für Linux und Solaris geben. Obwohl sie erst recht spät in den Markt treten, muss Sun trotzdem gleich wieder eine Einschränkung machen, denn eine Laufzeitumgebung für Mobilgeräte wird wohl erst im Frühjahr 2009 erscheinen.

Trotz der grossen Konkurrenz auf den RIA-Markt durch Microsoft Silverlight, Adobe Flex und dem erwähnenswerten Open Source Projekt OpenLaszlo wird sich JavaFX wahrscheinlich trotzdem schnell auf dem Markt verbreiten, was sicher nicht nur an der hohen Zahl der der Java-affinen Entwickler liegt.

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