Der Microblogging-Dienst von Twitter ist ein im Moment viel diskutiertes Thema. Oftmals wird an dem Nutzen des Service gezweifelt, dem gegenüber gibt es Meinungen die in dem Service einen grossen Nutzen sehen. Kürzlich hat sogar Facebook versucht Twitter zu kaufen und scheiterten.
Also muss an dem Dienst doch was dran sein, oder?
Aber mal ganz langsam: Als Microblogging bezeichnet man das schreiben kurzer (bei Twitter max. 140 Zeichen) Textnachrichten. Die einzelnen Posts werden in einer Art Blog in chronologischer Reihenfolge dargestellt.
Auf dem Markt gibt es neben Twitter noch weitere Microblogging-Plattformen. Dennoch hat Twitter mit Abstand den größten Anteil am Markt. Technisch wurde Twitter mit dem berühmten Open Source Web Application Framework Ruby on Rails realisiert. Außerdem stellt Twitter eine API auf Basis der REST Architektur zur freien Nuztung bereit. Dabei unterstützt Twitter XML, JSON, RSS und Atom als zu die zu verwendenden Datenformate.
Es ist bei Twitter nun möglich, die Microblogs verschiedener Personen zu abonnieren und somit immer auf dem Laufenden zu sein, was diese gerade tun oder sie gerade beschäftigt. Das twittern wird einem auch direkt per SMS, aus einem Instant-Messaging-Client oder Browser heraus ermöglicht.
Twitter gibt einem nicht nur die Möglichkeit immer zu Wissen was seine Freunde und Bekannte so treiben…mittlerweile twittern auch viele Zeitungen und News-Portale und es wird einem leicht ermöglicht auf einem sehr aktuellen Nachrichtenstand zu bleiben. Mathew Ingram behauptet in seinem Blog sogar, dass Twitter eine Quelle für Journalismus ist.
Zusätzlich kann gesagt werden, dass Twitter eine einfache Möglichkeit ist um mit Personen in Kontakt zu bleiben und bei maximal 140 Zeichen pro Post wird außerdem die schriftliche Ausdrucksfähigkeit der Nutzer gefördert. Bei sinnvollen Posts in Twitter wird es einem erleichtert eine positive Online-Reputation aufzubauen und auf sich, seine Arbeit oder seine Projekte hinzuweisen. Auch Unternehmen könnten den Dienst nutzen um im positiven Sinne auf sich und ihr Tun aufmerksam zu machen oder sogar um neue Produkte zu bewerben. Auch innerhalb von Teams ist das Tool durchaus positiv einsetzbar. Die Kollegen können auch dezentral ein Brainstorming betreiben oder sich gegenseitig auf dem aktuellen Stand, z. B. in Projekten, halten.
Nachteilig lässt sich natürlich anführen, dass Twitter zu Spamzwecken missbraucht werden kann. Aber im Gegensatz zu einer Spam-E-Mail die ich auf jeden Fall in mein Postfach bekomme, kann ich mich bei Twitter einfach wieder abmelden. Schwierig wird es natürlich auch wenn man Twitter geschäflich und privat nutzen möchte. Damit es hier zu keinen Problemen kommt, sollten separate Accounts benutzt werden. Außerdem kann man sagen, dass es bei übermäßiger Nutzung von Twitter zu einem Informationsoverload kommt und das twittern zu einer Sucht werden kann. Weitere interessante Anti-Twitter-Thesen führt Klaus Eck in seinem Blog auf.
Allgemein hat Twitter englischsprachigem Raum einen wesentlich höheren Verbreitungsgrad als in Europa und deshalb ist der Mehrwert für Nutzer aus diesem Kreise natürlich höher, aber über den Sinn und Unsinn von Twitter darf weiterhin angeregt diskutiert werden.
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